Lieber Leser von magicofdecor.ru, wir sprechen normalerweise über die Schönheit im Inneren des Hauses – über weiche Decken, gemütliches Licht und Accessoires, die Wärme spenden. Heute gehen wir an die frische Luft, um über ein nicht weniger wichtiges Element des Komforts und der Harmonie zu sprechen: Ihren Garten und sein „Herz“ – den Kompostbehälter. Dies ist nicht nur eine Kiste für Abfälle; es ist ein echtes Labor, in dem die Natur Wunder vollbringt und organische Reste in „schwarzes Gold“ verwandelt – das perfekte Düngemittel für Ihre Blumen und Beete. Einen Kompostbehälter selbst zu bauen, ist kein schwieriger Bau, sondern ein kreativer, bewusster Prozess, der das Gefühl der Verbundenheit mit dem Kreislauf des Lebens vermittelt. Lassen Sie uns gemeinsam von der Idee inspiriert werden, einen praktischen, schönen und vor allem richtig funktionierenden Komposter zu schaffen!
Kompostbehälter selber bauen: Organischen Abfällen ein neues Leben schenken 🌱

Kompostieren ist die Krönung der Gartenweisheit. Wenn wir kompostieren, entsorgen wir nicht nur Küchen- und Gartenabfälle, sondern schaffen einen geschlossenen Kreislauf, der unser Grundstück widerstandsfähiger und unabhängiger von gekauften Düngemitteln macht. Und es ist auch unglaublich günstig und umweltfreundlich!
Ein richtiger Kompostbehälter sollte drei Hauptfunktionen erfüllen:
- Belüftung aufrechterhalten: für aerobe Bakterien, die den Kompost „zubereiten“.
- Feuchtigkeit speichern: die Masse sollte feucht, aber nicht nass sein.
- Bequemlichkeit bieten: einfacher Zugang zum Befüllen, Umwälzen und vor allem zum Entleeren des fertigen Komposts.
Unser Ansatz zum Bau eines Kompostbehälters wird so praktisch und budgetfreundlich wie möglich sein. Wir werden leicht verfügbare Materialien verwenden und uns auf Funktionalität konzentrieren, die dennoch ästhetisch sein kann.
Standort und Materialien für den Kompostbehälter wählen 🏡

Bevor wir zum Hammer greifen, entscheiden wir, wo unser Komposter leben wird. Die Wahl des Standorts ist 80 % des Erfolgs beim Kompostieren.
Idealer Standort
Der Kompostbehälter sollte nicht im Blickfeld sein, aber er sollte zugänglich sein. Hier sind einige Regeln:
- Halbschatten: Direkte pralle Sonne trocknet die Kompostmasse aus, während zu viel Schatten zu Feuchtigkeitsstau führen kann. Ideal ist ein Ort, an dem die Sonne nur morgens oder abends scheint.
- Windschutz: Starker Wind kann die oberste Schicht austrocknen.
- Nähe zu Wasser: Sie benötigen einen Schlauch oder eine Gießkanne zum gelegentlichen Befeuchten.
- Abstand zum Haus und zu Nachbarn: Auch wenn richtig funktionierender Kompost nicht riecht, ist es besser, Abstand zu halten.
- Auf dem Boden: Der Behälter sollte direkt auf dem Boden (Erde, Gras) stehen, damit Regenwürmer und Mikroorganismen frei eindringen können.
Günstige und praktische Materialien
Das beliebteste und langlebigste Material für einen selbstgebauten Kompostbehälter ist Holz. Sie können verwenden:
- Alte Paletten: Die günstigste und schnellste Option. Paletten haben bereits Lücken für die Belüftung und sind ausreichend stabil.
- Bretterreste (z. B. 25 mm dick): Ideal, wenn Sie nach dem Bau oder der Renovierung noch Material übrig haben.
- Maschendraht (für einen temporären oder „schnellen“ Komposter): Ein Drahtgeflecht, das über vier vertikale Pfähle gespannt wird. Sehr gut belüftet, hält aber Wärme und Feuchtigkeit schlechter.
- Alte Plastikfässer oder Behälter: Werden für die Herstellung von Kompostwendern (drehbare Behälter) verwendet.
Tipp vom Dekorateur: Wenn Sie Holz verwenden, streichen oder behandeln Sie die Außenseite des Behälters mit einer Beize oder Farbe, die zur Farbe Ihres Gartenhauses oder Zauns passt. Dies verlängert nicht nur die Lebensdauer, sondern macht auch die technische Einrichtung zu einem Teil des Landschaftsdesigns.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Bau eines Holzkompostbehälters 🛠️

Wir bauen einen klassischen einteiligen Behälter mit einer Größe von etwa 1x1x1 Meter. Dies ist das optimale Volumen, um die richtige Temperatur aufrechtzuerhalten (ca. 1 Kubikmeter).
Was Sie brauchen:
- 8 Stützpfosten (z. B. 50×50 mm), 1 Meter lang (4 für die Vorderseite, 4 für die Rückseite).
- Bretter oder Latten zum Verkleiden (ca. 40-50 Stück, je nach Breite).
- Schrauben oder Nägel.
- Scharniere (für einen Klappdeckel oder eine Tür).
- Handsäge/Säge, Akkuschrauber.
Bauphasen:
- Vorbereitung der Pfosten: Behandeln Sie den unteren Teil der Pfosten mit einem Holzschutzmittel oder wickeln Sie die Teile, die im Boden oder mit Feuchtigkeit in Berührung kommen, mit Dachpappe ein.
- Zusammenbau der Rück- und Seitenwände: Bauen Sie zwei Seiten- und einen Rückrahmen, indem Sie für jede Seite zwei Stützpfosten verwenden. Schrauben Sie die Bretter horizontal an die Pfosten. Wichtig: Lassen Sie zwischen den Brettern Lücken von 1,5–2 cm. Dies ist entscheidend für die Belüftung.
- Aufstellen des Rahmens: Stellen Sie die drei fertigen Wände am gewählten Standort auf. Zur Stabilität können Sie die Pfosten 10–15 cm tief eingraben oder an Betonblöcken befestigen.
- Herstellung der Vorderwand (Tür): Die Vorderwand sollte abnehmbar oder aufklappbar sein, damit Sie den Kompost leicht umwälzen und das fertige Produkt unten entnehmen können. Die bequemste Variante ist, die Vorderwand aus Brettern zu machen, die in spezielle Nuten zwischen den beiden vorderen Stützpfosten gesteckt werden. Wenn der Behälter gefüllt wird, fügen Sie einfach Bretter hinzu.
- Deckel (optional): Ein Deckel ist notwendig, um die Feuchtigkeit zu regulieren (Schutz vor starkem Regen oder, umgekehrt, vor austrocknender Sonne). Bauen Sie einen einfachen Klappdeckel aus Brettern und befestigen Sie ihn mit Scharnieren an der Rückwand. Im Deckel sollten ebenfalls kleine Lüftungsöffnungen vorgesehen werden.
Nützlicher Tipp: Wenn Sie viel Kompost planen, bauen Sie sofort einen zwei geteilten Behälter. Während der Kompost im ersten Teil „nachreift“, füllen Sie im zweiten frische Abfälle ein. Dies beschleunigt den Prozess erheblich und vereinfacht die Handhabung.
Varianten von Kompostbehältern: Vom Einfachen zum Komplexen 💡

Nicht immer hat man Zeit und Ressourcen für einen soliden Bau. Hier sind einige alternative Ideen, die Sie buchstäblich in einer Stunde umsetzen können.
1. Günstig und schnell: Komposter aus Maschendraht
Wenn Sie eine temporäre oder sehr günstige Variante benötigen, nehmen Sie ein Stück Maschendraht von 3–4 Metern Länge und 1 Meter Höhe. Rollen Sie es zu einem Zylinder und befestigen Sie die Enden mit Draht. Dies sorgt für maximale Belüftung. Nachteil: Der Kompost kühlt schnell aus, was die „Gare“ in der kalten Jahreszeit verlangsamt, und er lässt sich schwerer umwälzen.
2. Ästhetisch und langlebig: Komposter aus Kunststoff-Eurobehältern
Kunststoffbehälter (Kubikbehälter) mit Metallumrandung sind sehr langlebig. Sie müssen nur einige Belüftungslöcher an den Seiten hineinschneiden und unten eine praktische Klappe zum Entleeren anbringen. Sie speichern Feuchtigkeit und Wärme perfekt.
3. Für Faule: Kompostwender (drehbare Behälter)
Wender sind Fässer oder Behälter, die auf einer Achse montiert sind und gedreht werden können. Ihr Hauptvorteil: Sie müssen den Kompost nicht mit einer Schaufel umwälzen. Sie drehen den Wender einfach mehrmals pro Woche. Sie können einen Wender aus einem alten Plastikfass bauen, indem Sie ihn auf einem Holzrahmen montieren und viele kleine Löcher für die Belüftung hineinbohren.
Was darf und was darf nicht in den Kompostbehälter? 🌿

Kompostieren ist ein Gleichgewicht zwischen „grünen“ (stickstoffhaltigen) und „braunen“ (kohlenstoffhaltigen) Materialien. Das ideale Verhältnis beträgt etwa 2 Teile braune zu 1 Teil grüne Materialien nach Volumen.
✅ „Braune“ Materialien (Kohlenstoff C) – Grundlage der Struktur
Sie sorgen für Lockerheit und Luftzirkulation.
- Trockene Blätter (ideal!).
- Zerkleinerte Äste, Sägemehl, Späne.
- Pappe und Papier (ohne Glanz und Farbe, in kleine Stücke gerissen).
- Stroh und Heu.
- Holzasche (in moderaten Mengen).
✅ „Grüne“ Materialien (Stickstoff N) – Treibstoff für Bakterien
Sie erzeugen Wärme und beschleunigen den Zersetzungsprozess.
- Frisch gemähtes Gras (wichtig: dünn auftragen, damit es nicht verklumpt).
- Gemüse- und Obstschalen, Kerngehäuse.
- Tee- und Kaffeesatz.
- Mist von Pflanzenfressern (Rinder, Pferde).
- Abfälle von Blumen und Pflanzen (ohne Krankheitsanzeichen).
❌ Was absolut nicht in den Kompostbehälter gehört
Diese Materialien können Schädlinge anlocken, den Prozess verlangsamen oder den Kompost gefährlich machen:
- Fleisch- und Milchprodukte, Fette: Verursachen Fäulnis, locken Ratten und Fliegen an.
- Kranke Pflanzen: Pilzsporen und Infektionen können überleben und die Beete befallen.
- Unkrautsamen (insbesondere von mehrjährigen Pflanzen): Die Samen können nicht absterben und in den Beeten keimen, wo Sie den Kompost ausbringen.
- Zitrusfrüchtschalen in großen Mengen: Verlangsamen den Prozess aufgrund ihres hohen Säuregehalts.
- Kot von Haustieren (Katzen, Hunde): Kann Krankheitserreger enthalten.
- Synthetische Materialien, Plastik, Glas.
Pflege des Kompostbehälters: damit der Kompost perfekt wird 💧

Kompostieren ist wie das Zubereiten eines köstlichen Gerichts: Man muss nicht nur die Zutaten sammeln, sondern auch den Prozess überwachen. Die richtige Pflege basiert auf drei Säulen: Feuchtigkeit, Luft und Umwälzen.
1. Feuchtigkeit: wie ein nasser Schwamm
Die Kompostmasse sollte feucht sein wie ein gut ausgewrungener Schwamm. Wenn Sie eine Handvoll Kompost zusammendrücken, sollten nur ein paar Tropfen Wasser austreten. Wenn der Kompost trocken ist, stoppt der Prozess. Wenn er zu nass ist, beginnt er ohne Sauerstoff zu faulen und entwickelt einen unangenehmen Geruch.
- Was zu tun ist: Wenn es trocken ist, gießen Sie mit einer Gießkanne. Wenn es zu nass ist (z. B. nach starkem Regen), fügen Sie „braune“ Materialien (Sägemehl, trockene Blätter) hinzu und mischen Sie um.
2. Umwälzen (Belüftung): Sauerstoff zuführen
Die Bakterien, die am Kompost arbeiten, benötigen Sauerstoff. Wenn der Kompost nicht umgewälzt wird, verdichtet er sich, die Luft entweicht und der Prozess geht in die anaerobe Phase über (Geruch nach faulen Eiern).
- Wie oft: Ideal – alle 1–2 Wochen.
- Womit: Verwenden Sie eine Gartengabel. Wenn der Behälter groß ist, schichten Sie den Kompost von einem Fach in ein anderes um. Das Umwälzen hilft auch, Feuchtigkeit und Wärme gleichmäßig zu verteilen.
3. Temperatur: heißer bedeutet schneller
Im Inneren eines richtig funktionierenden Behälters kann die Temperatur 50–70 °C erreichen. Das ist gut, da hohe Temperaturen die meisten Unkrautsamen und Krankheitserreger abtöten. Sie können die Temperatur mit der Hand (wenn es heiß ist – alles bestens) oder mit einem speziellen Thermometer überprüfen. Wenn der Kompost nicht warm wird, fehlt ihm Stickstoff (grüne Abfälle) oder Feuchtigkeit.
FAQ: Antworten auf die häufigsten Fragen zu Kompostbehältern 🤔

Selbst bei einer so einfachen Sache wie dem Kompostieren stellen sich Fragen. Wir haben die häufigsten zusammengestellt, um Ihnen zu helfen, Fehler zu vermeiden.
1. Warum riecht mein Kompost schlecht (faulig)?
Antwort: Dies ist fast immer ein Zeichen dafür, dass der Kompost anaerob geworden ist – ihm fehlt Sauerstoff. Ursachen: zu viel Feuchtigkeit oder eine zu dichte Masse (zu viel gemähtes Gras, zu wenig „braune“ Materialien).
Lösung: Sofort die Masse umwälzen und trockene, lockere Materialien (Sägemehl, zerissene Pappe) hinzufügen.
2. Wie lange dauert es, bis der Kompost fertig ist?
Antwort: Die Dauer hängt von der Pflege und der Temperatur ab. „Heißer“ Kompost, der regelmäßig umgewälzt wird, kann in 2–3 Monaten fertig sein. Passives Kompostieren (wenn Sie einfach Abfälle hineinwerfen und nichts tun) kann 6–12 Monate dauern. Fertiger Kompost ist dunkel, krümelig und riecht nach Walderde.
3. Muss ich Aktivatoren oder spezielle Bakterien hinzufügen?
Antwort: In den meisten Fällen – nein. Die Natur wird es selbst regeln. Regenwürmer, Mikroben und Pilze sind bereits im Boden vorhanden. Das Hinzufügen einer kleinen Menge fertigen Komposts oder normaler Gartenerde zur frischen Masse beschleunigt den Prozess, aber spezielle gekaufte Aktivatoren sind nicht zwingend erforderlich.
4. Kann ich Asche vom Grill kompostieren?
Antwort: Ja, aber mit Einschränkungen. Asche von Holz (Laubhölzer) ist nützlich, da sie reich an Kalium und Phosphor ist und die Säure neutralisiert. Aber Asche von Kohle, Briketts oder chemisch behandeltem Holz ist strengstens verboten.
5. Was tun, wenn sich Ameisen im Kompost angesiedelt haben?
Antwort: Ameisen erscheinen oft, wenn der Kompost zu trocken ist oder zu viele süße Reste enthält. Lösung: Befeuchten Sie die Masse gründlich und mischen Sie gut um. Sie können auch etwas Holzasche oder zerkleinerte Nadeln hinzufügen.
Interessante Fakten über Kompostierung 🌍
Kompostieren ist nicht nur Landwirtschaft, es ist eine ganze Wissenschaft mit erstaunlichen Besonderheiten:
- Der schnellste Kompost: Unter idealen Bedingungen (richtiges C/N-Verhältnis, Feuchtigkeit und regelmäßiges Umwälzen) kann Kompost bereits nach 6 Wochen fertig sein. Dies nennt man „Heißkompostierung“.
- Termiten als Helfer: In tropischen Regionen spielen Termiten eine wichtige Rolle bei der Zersetzung von Holzabfällen und beschleunigen die Kompostierung.
- Wurmfarm: Dies ist kein richtiger Kompostbehälter, sondern eher ein „Haus“ für Regenwürmer. Würmer (meist Kalifornische) wandeln organische Stoffe in Wurmhumus um – das wertvollste und konzentrierteste organische Düngemittel.
- Wassereinsparung: Kompost, der dem Boden zugesetzt wird, wirkt wie ein Schwamm. Er verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erheblich, wodurch die Bewässerungshäufigkeit um 30–50 % reduziert werden kann.
- Kompost als Medizin: Studien zeigen, dass die Zugabe von reifem Kompost zum Boden einige Pflanzenkrankheiten unterdrücken kann, indem er als natürliches Fungizid wirkt und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen verbessert.
Der Bau eines Kompostbehälters bedeutet im Grunde die Schaffung eines kleinen, autarken Ökosystems auf Ihrem Grundstück. Dies ist ein Projekt, das keine großen Investitionen erfordert, aber eine enorme Rendite in Form eines gesunden Gartens und eines Gefühls des Stolzes darüber, dass Sie sich um die Natur kümmern, bietet. Möge Ihr Kompost perfekt sein!
